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Privates Baurecht

Das private oder zivile Baurecht betrifft die Rechtsbeziehungen der Baubeteiligten untereinander. Schwerpunkte sind die vertraglichen Beziehungen zwischen denjenigen, die ein Bauwerk oder eine Bauaufgabe in Auftrag geben (Auftraggeber/Bauherren) und den Beteiligten, welche das Bauwerk planen sowie ausführen (wie z. B. Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen/Handwerker – ggf. auch untereinander).
Im Gegensatz zum öffentlichen Baurecht bieten die gesetzlichen Regelungen (im BGB) lediglich ein grobes Fundament und es steht den Beteiligten im Rahmen der Privatautonomie frei, durch vertragliche Abreden (bspw. VOB/B) und Gestaltungen abweichende Regelungen zu treffen. Juristischer Regelungsbedarf besteht vor allem in diesen Bereichen:

  • Vertragsgestaltung
  • Gestaltung von Bauträgerverträgen
  • Projektbegleitende Rechtsberatung
  • Durchsetzung und Sicherung von Werklohnansprüchen
  • Abwehr unberechtigter Werklohnansprüche
  • Gewährleistungsrechte
  • Recht der öffentlichen Vergabe

Unsere Leistungen – unsere Kompetenz

Seit mehr als 20 Jahren beraten wir und vertreten Baubeteiligte im gesamten Immobilienrecht und als Schwerpunkt unserer Tätigkeit im zivilen Baurecht. Die im Baurecht tätigen Anwälte/innen sind in den Rechtsgebieten des Werkvertragsrechts nach BGB wie auch VOB/B, des Vergaberechts ebenso wie im öffentlichen Baurecht umfangreich ausgebildet und mit den baubetrieblichen Eigenheiten exzellent vertraut. Durch regelmäßige Fortbildung und ständigen Austausch mit Fachkollegen halten wir unser hohes Niveau.
Wir bieten kompetente, zuverlässige und zeitnahe Beratung und Betreuung bei der Ab-wicklung sowohl kleiner Bauvorhaben als auch komplexer Bauprojekte von der Pla-nungsphase bis zur Fertigstellung. Dabei verfügen wir über  Erfahrung in der täglichen Beratung und in der forensischen Praxis im Hochbau ebenso wie im Tief- und Straßenbau.

Wichtig sind uns nicht nur eine Risiko minimierende und Prozess vermeidende Vertragsgestaltung, wobei uns komplexe GÜ/GU- und Projektverträge genauso wie einfache Subunternehmerverträge vertraut sind, sondern wir beraten und begleiten Sie ebenso zuverlässig und gezielt in Verhandlungen während des Bauvorhabens und / oder bei sich anbahnenden Konflikten (=baubegleitende Rechtsberatung). Dies wird nicht zuletzt ergänzt durch unsere Erfahrungen in Schlichtungs- und Mediationsverfahren.

Ist die angestrebte Einigung und schnelle Streitschlichtung nicht möglich, bieten wir als erfahrene Prozessanwälte selbstverständlich auch die bestmögliche prozessuale Durchsetzung der Ansprüche unserer Mandanten einschließlich der ggf. erforderlichen Realisierung im Zwangsvollstreckungsverfahren.

Wir achten besonders auf eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ansprechpartnern der Mandanten und legen Wert darauf, dass die teilweise komplexen und technisch anspruchsvollen Sachverhalte der Baurechtsstreitigkeiten in unseren Schriftsätzen für das Gericht nicht nur technisch zutreffend, sondern auch sprachlich verständlich dargestellt und transportiert werden. Die langjährige Erfahrung der im Baurecht tätigen Anwälte/innen gewährleistet, dass auch technisch anspruchsvolle Materie im juristischen Zusammenhang eindeutig und anschaulich wiedergegeben wird.

Vertragsgestaltung

Wir prüfen und entwerfen Ihre Bauverträge. Ob ein komplexes Vertragswerk ausgearbeitet werden muss oder ein kurzer VOB-Werkvertrag ausreicht, in dem nur die wesentlichen Eckdaten wie Vergütung, Fristen, Vertragsstrafen, Skonti und Sicherheiten geregelt werden, entscheiden wir mit Ihnen anhand des einzelnen Bauvorhabens. Nicht jedes Bauvorhaben bedarf eines komplexen Vertragsmanagements. In vielen Bereichen sind kurze Verträge für die Vertragsbeteiligten besser zu handhaben. Für komplexere Bauvorhaben entwerfen wir aber an die Anforderungen angepasste umfassende Vertragswerke.

Baubegleitende Rechtsberatung

Während der Bauphase stellen sich bei vielen Bauvorhaben immer wieder ähnliche Rechtsprobleme: Der Bauherr ordnet die Ausführung geänderter oder zusätzlicher Leis-tungen an. Die Parteien streiten über die Auswirkungen auf den Vergütungsanspruch des Bauunternehmers. Es kommt zu Bauablaufstörungen wie Verzögerungen, Insolvenzen oder anderen Unwägbarkeiten. Die Parteien streiten in diesen Fällen über die Verwirkung der Vertragsstrafe, den Ersatz weiteren Verzugsschadens oder die Erstat-tung von Mehrkosten des Bauunternehmers.
Lassen sich die Konflikte nicht beilegen, denken die Parteien oft über eine Vertragsbeendigung nach. Deren Folgen sind meist gravierend, und zwar sowohl für den Bauherrn, der gegebenenfalls die entgehende Vergütung schuldet, aber auch und vor allem für den Bauunternehmer, der sich schadensersatzpflichtig macht, wenn er ohne rechtliche Absicherung den Bauvertrag kündigt und die Leistungen nicht zu Ende führt. Der Bauherr wird dann auf  Kosten des Kündigenden einen Drittunternehmer beauftragen und sämtliche Mehrkosten als Schadensersatz bei ihm geltend machen. Diese Schritte sollten immer anwaltlich begleitet werden.

Baumängel

Gewährleistungsansprüche wegen Baumängeln stellen ein zentrales Thema im praktischen Baurecht dar. Hier geht es um Fragen der Beweissicherung, etwa im selbständigen Beweisverfahren oder durch Beauftragung von Sachverständigen. Die Gewährleistungsansprüche des Bauherrn sind auf Nachbesserung, Einbehalte, Kostenvorschuss und Schadensersatz gerichtet.
Der Bauunternehmer will seinerseits möglichst zeitnah den ungeschmälerten Werklohn erhalten. Hier suchen wir stets nach zeit- und kostensparenden Strategien.